Schlagwortarchiv für: Schwimmen

Deutschlandoffene NRW-Meisterschaften

Erfolge bei den deutschlandoffenen NRW-Meisterschaften

​Der SV Langenfeld blickt auf ein erfolgreiches Wochenende bei den deutschlandoffenen NRW-Meisterschaften zurück. Gleich sechs Athleten des Vereins hatten sich im Vorfeld für das hochkarätige Treffen qualifiziert. Die Schwimmer zeigten dabei Leistungen auf Top-Niveau und sicherten sich gleich mehrere Tickets für die Finalrunden.

Rekordjagd und Finalsiege

​Herausragende Akteurin des Wochenendes war Emmy von Privaloff (Jg. 2011). Sie demonstrierte ihre enorme Vielseitigkeit und erreichte insgesamt fünf Jugendfinals. Über 50m Freistil schwamm Emmy in einer Fabelzeit von 27,66 Sekunden nicht nur eine neue persönliche Bestzeit, sondern knackte auch den Vereinsrekord und unterbot die Qualifikationszeit für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften. Dabei konnte sich Emmy einen der begehrten Plätze in den Jugendfinals sichern und sicherte sich darin schlussendlich den Titel der NRW-offen-Junioren-Vizemeisterin 2026 in ihrem Jahrgang auf den 50m Freistil.

Kampfgeist und Teamleistung

​Auch Eric Darul (Jg. 2010) überzeugte auf ganzer Linie und erreichte persönliche Bestzeiten, wie über 100m Freistil (00:57,98). Er erkämpfte sich vier Teilnahmen in den Jugendfinals. Er erreichte in einem starken Finale über 200m Brust (02:36,97) den dritten Platz und belegte in der Jugendwertung damit den vierten Rang.

​Ebenfalls erfolgreich war Hannah Pabel (Jg. 2010). Sie bewies über die kräftezehrende 200m Schmetterlingsdistanz Biss und erreichte damit – gemeinsam mit ihrer Schwester Lina (SG Bayer) – das hochkarätig besetzte offene Finale und knüpfte an ihre starke Vorlaufzeit von 02:35.82 an.

​Außerdem bewiesen auch Emma Herbertz und Kilian Kamnik ihre Leistungen auf diesem Niveau, die mit ihren Platzierungen das hervorragende Mannschaftsergebnis abrundeten.

Blick Richtung Zukunft

​Die Schwimmenden aus dem Langenfelder Verein haben schlussendlich gezeigt, dass sie auf Landesebene vorne mitschwimmen können.

​Jetzt gilt der Fokus dem Ostertrainingslager der gesamten Mannschaft sowie der gezielten Vorbereitung auf die Bezirks- und NRW-Jahrgangs- und Mehrkampfmeisterschaften sowie die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften, bei der auch noch weitere Schwimmer des Teams durchaus Chancen haben, die Qualifikationsnormen für die nationalen Titelkämpfe zu erreichen.

 

Masters bei NRW-Meisterschaft in Kamen: Alle auf dem Treppchen

Bericht zu den NRW-Kurzbahn-Meisterschaften der Masters vom 5.-6.10.2024 in Kamen

von Christel Schreiber

Am Wochendende des 5. und 6. Oktobers 2024 fanden in Kamen die Kurzbahnmeisterschaften der Masters statt. Kerren Drews, Rainer Winter und Christel Schreiber vom SVL stellten sich diesem Wettkampf. Kamen ist ein kleines Städtchen in NRW, circa 90 Kilometer von Langenfeld entfernt. 82 Vereine mit insgesamt 343 Teilnehmern absolvierten insgesamt 1010 Starts.

Kerren Drews in der AK 40 belegte  über 200 m Freistil  den 2. Platz, Rainer Winter in der AK 60 belegte über 200 m Freistil sowie über 100 m Lagen je den 2. Platz, Christel Schreiber AK 80 belegte über 200 m Freistil den 1. Platz. Für den Schwimmverein Langenfeld konnten wir trotz einer sehr geringen Teilnahme gute Platzierungen verbuchen.

 

 

 

 

Großes Masters-Team bei NRW kurze Strecken in Bochum erfolgreich

Von Christel Schreiber

Am 25. August 2024 standen die NRW Meisterschaften der Master kurze Strecken in Bochum an. Bei besten Wetterbedingungen ging ein Team der Mastermannschaft von SV Schwimmverein Langenfeld an den Start – und das mit großem Erfolg. An der Meisterschaft nahmen insgesamt 348 Schwimmerinnen und Schwimmer teil, bei 980 Einzel bezw. Staffelstarts.  Es war eine gute organisierte Veranstaltung.

Wir hatten drei Staffelstarts: 4x 50 m Brust 160-199 Jahre in der Besetzung Sina, Marina, Flock, Angelika, Hermeier, Maren, Deichner, Saskia (Saskia,
Angelika und Marina waren Neueinsteiger für unseren Verein) und wurden belohnt mit:

STAFFELN
Pl. 1 4 x 50m Lagen MIX 200-239 Jahre (Deichner, Saskia, Kahlert, Gert, Seibert, Ingolf, Drews, Kerren)

Pl. 2 4 x 50m Freistil MIX 200-239 Jahre (Seibert, Ingolf, Hermeier, Maren, Kahlert, Gert, Krayer, Antje)

 

EINZELSTARTS

200 m Freistil  AK 80   Manfred Bottin Pl . 1, Christel Schreiber  Pl. 2 ,  AK 40 Angelika, Flock Pl. 2

50 m Rücken AK 40  Hermeier , Maren Pl 3 , Deichner, Saskia Pl. 4

50 m Brust AK AK 55  Sina, Marina Pl.  3 ,  AK 40 Angelika, Flock  Pl. 3 , AK 55 Ingolf Seibert  Pl. 4

50 m Freistil  AK 55  Antje Krayer, Pl  7, Marina Sina Pl.  8,  AK 55  Ingolf Seibert PL  4,  AK 40 Saskia Deichner  Pl.  5,

Kerren Drews  Pl. 6

100 m  Brust  AK 60  Gert Kahlert  Pl. 3

100 m Rücken  AK 40  Saskia Deichner   Pl.  2

50 m Schmettern AK 55   Ingolf  Seibert   Pl.  5

100 m Freistil AK 40 Maren Hermeier  Pl.  2  Kerren Drews  Pl.  3

Euch ein großes Dankeschön für die tollen Erfolge.

 

Protokoll_NRW_Masters-2024-KS-Bochum

 

Wasserski-Event

 

Ein unvergesslicher Abschluss der Sommerferien

Am letzten Tag der Sommerferien veranstaltete der Jugendausschuss des Schwimmvereins Langenfeld ein besonderes Highlight für die Jugend des Vereins: das jährliche Wasserski-Event. Mit großer Vorfreude versammelten sich insgesamt 50 Kinder an der Wasserski-Anlage in Langenfeld, um gemeinsam einen unvergesslichen Vormittag zu erleben.

In diesem Jahr stand den Teilnehmern eine großzügige Fahrzeit von insgesamt vier Stunden zur Verfügung, was sicherstellte, dass jedes Kind voll auf seine Kosten kam. Egal, ob Anfänger oder Fortgeschrittener, alle hatten die Gelegenheit, ihre Fähigkeiten auf den Wasserskiern zu erproben und zu verbessern. Besonders erfreulich war die Tatsache, dass auch viele Kinder dabei waren, die zum ersten Mal Wasserski ausprobierten. Trotz der anfänglichen Nervosität meisterten sie die Herausforderung mit Bravour und wurden mit breiten Lächeln belohnt.

Das Wetter spielte perfekt mit, und die strahlende Sonne trug zur ausgelassenen Stimmung bei. Neben der sportlichen Aktivität kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Dank zahlreicher Spenden konnten die Kinder sich an leckeren Snacks und erfrischenden Getränken erfreuen. Vor Ort wurden zudem Bratwürste und Grillkäse gegrillt, was den Tag kulinarisch abrundete.

Das Wasserski-Event ist seit Jahren ein fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders des Schwimmvereins Langenfeld und erfreut sich stets großer Beliebtheit. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie viel Freude und Begeisterung diese Veranstaltung bei den Kindern auslöst. Am Ende des Tages waren alle Teilnehmer glücklich und zufrieden – und das ist letztlich das größte Lob für den Jugendausschuss, der das Event mit viel Engagement organisiert hat.

Mit diesem gelungenen Abschluss der Sommerferien blicken die Kinder nun voller schöner Erinnerungen auf die Ferienzeit zurück und freuen sich bereits auf das nächste Wasserski-Event im kommenden Jahr. Bis dahin bleibt die Erinnerung an einen Tag voller Spaß, Gemeinschaft und sportlicher Erfolge, der sicherlich noch lange in den Köpfen der Kinder nachhallen wird.

Intensivschwimmkurse Sommerferien

Trotz Sanierungsmaßnahmen im Lehrschwimmbecken können wir in den Sommerferien 2024 Intensivschwimmkurse anbieten. Diese finden vom 07.08. – 20.08.2024 im Sportbecken statt.

  • 2 Kurse mit jeweils 6 Teilnehmenden
    Anfängerkurse zur Vorbereitung auf das Seepferdchen
    Voraussetzung: allgemeine Sportgesundheit
  • 2 Kurse mit jeweils 8 Teilnehmenden
    Bronzekurse zur Vorbereitung auf das Bronzeabzeichen
    Voraussetzung: qualifiziertes Seepferdchen

Anmeldungen sind ab 16.06. über die Stadt Langenfeld hier möglich.

 

 

Grundschulwettkampf 2024

Jeder Teilnehmer ein Gewinner!

Eigentlich könnte man den Text des Grundschulwettkampfes aus dem vergangenen Jahr kopieren und den Tag damit abhaken. Schließlich wird man dieser besonderen Veranstaltung aber nicht gerecht. Dem Langenfelder Schwimmverein kommt jedes Jahr die Ehre zuteil im Auftrag der Stadt einen Wettkampf auszutragen, der die Grundschüler zu einzelnen Wettkampfstrecken auffordert, gegeneinander anzutreten. Dieser Aufforderung sind in den vergangenen Jahren zumeist sieben der zehn Grundschulen in Langenfeld nachgekommen: Wiescheid, Richrath-Mitte, Peter-Härtling, Paulus, Götscher Weg, Don-Bosco, Christopherus. Schließlich könnte man meinen, dass dies zu den Pflichten der jeweiligen Schülerinnen und Schüler, aber auch dessen Lehrpersonal dazugehört und es abgehandelt wird. Aber, wenn man hautnah mit dabei ist, erlebt man etwas ganz anderes. Hier wird man dem Schwimmsport auf diesem Niveau vollkommen gerecht!

Leidenschaftlich kämpfen die Kinder im Wasser um Zeiten, Medaillen und Pokale. Es herrscht auch durch die Unterstützung der Eltern eine höchstdisziplinierte und engagierte Stimmung in der brechend vollen Schwimmhalle des Stadtbades. Die Motivation ist auf einem Höhepunkt, der sich in jedem einzelnen Wettkampf durch aufopferndes Anfeuern Ihresgleichen aufwiegelt. Es geht richtig um etwas. In jedem Zug durch das Wasser entlädt sich die Energie der heranwachsenden Talente, die vorher durch die Lehrer sorgfältig ausgewählt wurden und dann in Folge bei diesem Event darum kämpfen, als erstes anschlagen zu können.

Und im Hintergrund läuft die Maschinerie eines vollumfänglich funktionierenden Vereins, das heißt, die eines Zusammenschlusses unterschiedlicher Menschen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen, den Erfolg für die Kinder und das glückliche Gefühl nach einer solchen Veranstaltung. In der Vorbereitung wurden zahlreiche Kuchen gebacken, das Buffet vorbereitet und organisiert, Meldungen entgegengenommen, ausgefeilscht und verteilt. Bei der Veranstaltung selbst herrscht hohe Konzentration beim Nehmen von Zeiten, dem Zutragen der Ergebnisse zur Auswertung, der Verleihung jeder einzelnen Medaille, beim Umschlagen der Anzeige, bei der Hinleitung zu den Staffelwettkämpfen, bei jedem Pfiff und Signal zum Start (…), routiniert und hochmotiviert, jeder mit einer wichtigen Aufgabe in einer verantwortungsvollen Rolle zum Gelingen dieser Veranstaltung. Hammer!

Am Ende der diesjährigen Veranstaltung hat das Team der Gemeinschaftsgrundschule am Götscher Weg gewonnen. Der große Jubel hat sich nicht nur am Beckenrand abgespielt. Die große Anspannung hat auch die Lehrer noch einmal mit voller Bekleidung ins Wasser geführt: Zeichen der großen Leidenschaft für diesen Wettkampf und den gemeinsamen Geist für den Wanderpokal. Doch eigentlich ist der schlussendlich nur Nebensache, denn jeder Teilnehmer hat dabei etwas mitgenommen, sich der Herausforderung zu stellen, gemeinsam für eine Mannschaft anzutreten und das Beste zu geben; nicht als Individualist zu starten, sondern sich als Team zu präsentieren. Gerade dann merkt man, was der gemeinsame Sport doch bewegen kann und gelangt zu einem Ursprung des Wettkampfes. Toll!

Danke an alle Unterstützer, Teilnehmer, Lehrer, das Stadtbadteam und den Glauben an das gemeinschaftlich Gute, denn da war es. Wer es verpasst haben sollte, dem ist zu empfehlen, im nächsten Jahr dringend daran teilzunehmen und es zu unterstützen.

NRW-Meisterschaften: drei Masters mit Treppchenplatz belohnt

Ein kleines SVL-Team bestehend aus zwei Frauen und einem Mann fischte am 2./3. März auf den NRW-Meisterschaften der Masters drei Medaillen aus dem Düsseldorfer Rheinbad. Als erste stellte sich Kerren Drews (AK40) den langen Strecken und räumte trotz lädierter Schulter in 06:42,37 min über 400m Freistil noch Bronze ab.

Gerd Kahlert absolvierte 400m Lagen in einer Zeit von 07:55,54 min und erreichte bei starker Konkurrenz in seiner AK 60 damit ebenfalls Bronze.

Ulrike Rader durfte sich anschließend nach 400m Lagen in 07:58,44 min in ihrer AK 45 über Platz 1 und somit den Titel „NRW-Meisterin“ freuen. Über die stark besetzte Strecke 200m Rücken erreichte sie in 03:36,80 min  – nur 11/100 hinter ihrer nächsten Konkurrentin – Platz 5.

2024-03-02-NRW-Masters-Protokoll

Herzlichen Glückwunsch, Lina!

Durchhalten, durchbeißen und mit gesundem Ehrgeiz die sportlichen Ziele verfolgen.

Am vergangenen Wochenende kämpfte sich unsere Schwimmerin Lina Pabel durch das Wasser des Rheinbades in Düsseldorf. Es standen die NRW-Meisterschaften für die langen Strecken statt. Lina qualifizierte sich auf allen Strecken und schwamm um Titel und Medaillen. Generell ist es bereits schwierig die Qualifikationszeiten zu erreichen, außerdem ist es ein großer Schritt. Der Jahrgang 2012 kann bei den NRW-Meisterschaften das erste Mal teilnehmen. Lina hat hier deutlich unter Beweis gestellt, dass sie dem Ganzen durchaus gewachsen ist. Am Samstag begann sie auf der 400m Lagen-Strecke und erreichte mit 6:05,71 den vierten Platz. Noch zwei Wochen zuvor schwamm sie die gleiche Strecke und verbesserte sich noch einmal um 4,2 Sekunden. Ihre beachtlichen Leistungen setzte sie im Rennen der 800m Freistil fort, erreichte hier neben der starken Konkurrenz aus ganz Nordrhein-Westfalen das Ziel innerhalb von 11:07,60. Auch hierin verbesserte sie ihre Leistung um über 6 Sekunden im Gegensatz zum Wettkampf zwei Wochen zuvor.

Abschließend schwamm sie in einem kräftezehrenden und anspruchsvollen Wettkampf am Sonntag auf der Strecke der 1500m bis zum Zielanschlag in 21:26,56. Noch im Januar war sie diese Strecke um 20 Sekunden langsamer geschwommen. In einem spannenden Finale konnte sie sich hierbei durchsetzen und den zweiten Platz in ihrem Jahrgang auf der Ebene in NRW erreichen. Die besondere Disziplin und der Kampfgeist sind vorbildlich.

Herzlichen Glückwunsch, Lina!

 

 

Verbandskurzbahnmeisterschaften

Die diesjährigen Verbandskurzbahnmeisterschaften in der Schwimmoper zu Wuppertal verliefen besonders erfolgreich für zahlreiche Schwimmerinnen und Schwimmer aus unseren Reihen. Insgesamt nahmen 28 davon teil. Sie hatten sich zuvor bei den einzelnen Wettkämpfen über das Erreichen von Pflichtzeiten für diesen Wettkampf qualifiziert.

Schließlich kam es zu 147 Starts, bei denen 6mal ein Verbandsmeister aus Langenfeld gekürt werden konnte, 8mal ein Verbandsvizemeister und 7mal eine dritte Platzierung der Schwimmleistung schlussfolgerte. Zur Vollständigkeit auch der jeweils undankbar, dennoch aber nennenswerte vierte Platz. Nachdem die Belohnungen für die Leistungen für das fleißige Training im Rahmen der Schwimmoper entgegengenommen wurden, richtete sich der Blick bereits auf die nächsten Ziele, denn schließlich geht es alsbald weiter auf NRW-Ebene und die einzelnen Zeiten zu halten und den ein oder anderen Vereinsrekord zu kitzeln.

Die einzelnen Gewinner im Überblick:

Verbandsmeister2023

2x Lina Pabel (2012), 100m Schmetterling, 1:20,89 und 200 m Schmetterling, 3:04,35

2x Julian Moll (2012), 50m Brust, 0:42,01 und 200 m Brust, 3:19,40

Emma Herbertz (2010), 100 m Freistil, 1:02,70 (Vereinsrekord liegt bei 01:02,61)

Gaetano Lupisella (2011), 50 m Freistil, 0:30,99

 

Vizeverbandsmeister 2023

3x Kilian Kamnik (2010), 100 m Lagen, 1:12,35 und 50 m Rücken, 0:33,56 und 200 m Lagen, 2:34,95

2x Eric Darul (2010), 200 m Brust, 2:58,77 und 100 m Brust, 1:22,14

Emma Herbertz (2010), 50 m Schmetterling, 0:32,11

Gaetano Lupisella (2011), 50 m Schmetterling, 0:35,49

Julian Moll (2012), 100 m Brust, 1:31,03

 

Dritter Platz

2x Emma Herbertz (2010), 50 m Freistil, 0:29,56 und 200 m Freistil, 2:20,49

2x Mathis Menze (2011), 100 m Rücken, 1:19,76 und 50 m Schmetterling, 0:35,75

Victoria Rahn (2010), 50 m Schmetterling, 0:33,40

Jannik Steffens (2004), 100 m Lagen, 1:01,48 (neuer Vereinsrekord)

Lalith Tilak (2012), 200 m Rücken, 3:09,35

 

Vierter Platz

2x Victoria Rahn (2010), 100 m Schmetterling, 1:20,05 und 200 m Schmetterling, 2:54,39

2x Kilian Kamnik (2010), 100 m Freistil, 1:02,94 und 200 m Rücken, 2:40,29

Eric Darul (2010), 50 m Brust, 0:38,26

Emmy von Privaloff (2011), 200 m Rücken, 2:50,98

Mathis Menze (2011), 50 m Rücken, 0:35,10 und 200 m Rücken, 2:49,24

Paul Bischoff (2006), 200 m Rücken, 2:29,35

Julian Moll (2012), 200 m Lagen, 3:07,02

Emma Herbertz (2010), 100 m Lagen, 1:15,10

 

 

 

 

 

Masters-WM in Fukuoka

Top-Zeiten und ein um 0,09 Sekunden verpasster Top-10-Platz

von Axel Sondermann

Frankfurt – Tokyo mit Japan Airlines, eine schöne Einstimmung auf das Land. Am Flughafen in Narita habe ich den vorgebuchten Railpass für die Zugfahrten abgeholt und eine Suica-Card erworben. Die Suica Card – auch bekannt unter diversen anderen Namen je nach Anbieter und Region – ist eine aufladbare Zahlungskarte, mit der Tickets des öffentlichen Nahverkehrs, aber auch Restaurantbesuche und Einkäufe im Supermarkt oder an einem der zahlreichen Automaten beglichen werden können. Ungemein praktisch, da man sonst wahrscheinlich in Unmengen von Kleingeld ertrinken würde. Kreditkarten kennt man natürlich, aber Bargeld ist immer noch gerne gesehen und oft gefordert.

Die rund 1200 Kilometer lange Fahrt mit dem Shinkansen nach Fukuoka begann pünktlich und endete etwas mehr als 5 Stunden später pünktlich in Fukuoka. Google gibt hier für eine Fahrt mit dem Auto eine Fahrtzeit von 25 Stunden an, keine wirkliche Alternative. Man kommt natürlich nicht umhin, immer mit Deutschland zu vergleichen: die Deutsche Bahn gibt für die knapp 800 Kilometer von Hamburg nach München eine Fahrtzeit von gut 6 Stunden an – Pünktlichkeit nicht ausgeschlossen, aber denkbar.

Dabei kostet die Fahrt in Japan dann unabhängig vom Zeitpunkt der Buchung ca. 140 Euro, vergleichbar mit dem Preis für einen Inlandsflug. Anders als die Deutsche Bahn fährt die Shinkansenflotte auf eigenen Trassen, hält nicht oft und gibt ab Verlasen des Bahnhofes sofort richtig Gas. Kein Bummeln über Weichen, Warten auf andere Züge, etc. Das führt zu einer deutlich höheren Durchschnittsgeschwindigkeit, die Züge fahren zum Teil im Abstand von nur wenigen Minuten. Eine Vielzahl von Maßnahmen führt weiterhin dazu, dass die Aufenthalte an den Bahnhöfen kurz sind und es schnell weitergeht. Angaben wie „Wagen fahren in umgekehrter Reihenfolge“ oder „es fehlt Wagen 12“ hört man hier nicht, die Wagen halten exakt am vorgesehenen Platz. Die Züge sind breiter (5 statt 4 Plätze in einer Reihe), aber flacher und sehr windschnittig. Für großes Gepäck muss man in eigenen Bereichen sitzen bzw. reservieren, und rund 60% der Sitzplätze benötigen generell eine Reservierung. Schaffner sieht man eher selten, denn ohne entsprechendes Ticket kommt man gar nicht erst auf den Bahnsteig. Dadurch finden die Verabschiedungs- und Begrüßungszeremonien bereits am Bahnhofseingang und nicht erst auf dem Bahnsteig statt. Fahrt man weiter als das Ticket zulässt, muss man beim Verlassen des Bahnhofes nachzahlen, sonst kommt man nicht raus. Einfaches System, große Wirkung. Den Fuji konnte ich auf der Fahrt in Wolken teilweise sehen, ansonsten führte die Fahrt vorbei an Reisfeldern und durch dicht besiedeltes Gebiet. Japan ist zu 80% gebirgig, daher wird jeder Quadratmeter genutzt. Kleine Autos kennt man aus Japan, viele Häuser sind ebenso klein. Die trendigen „Tiny Houses“ müssen hier erfunden worden sein.

Fukuoka ist mit gut 1.6 Millionen Einwohnern die sechstgrößte Stadt in Japan, wirkte aber auf mich auch im Innenstadtbereich eher beschaulich und ruhig. Ein Grund ist sicherlich, dass man in vielen Städten eine Auto erst dann kaufen darf, wenn man einen Parkplatz dafür nachweisen kann. Parken an oder auf der Straße ist meist verboten, daher muss man auf dem eigenen Grundstück Platz haben oder sich einen Parkplatz mieten. Parkplätzen dann auch entsprechend teuer. In Tokyo kostet Parkplatz pro Monat im Schnitt 200 und 300 Euro, aber angesichts eines hervorragenden und günstigen Nahverkehrssystem braucht man zumindest in vielen Städten eigentlich kein Auto.

Nun aber zur WM. Leider gab es kein „Athlete’s Village“, also so eine Art „olympisches Dorf“ wie in Gwangju und Kazan, sondern man musste sich die Unterkunft selbst suchen. Wir haben eine sehr schönes und 40qm großes Appartement gefunden, dass günstig zu den Wettkampfstätten lag und mit Kühlschrank, Balkon und Waschmaschine ausgestattet war. Es wäre schön gewesen, auch mal einen Blick auf die anderen Disziplinen Wasserball, Synchronschwimmen oder Turmspringen zu werfen, dies war allerdings aufgrund der Entfernungen zu den anderen Veranstaltungsorten ( bis zu 200 km) kaum möglich.

Die Schwimmhallen vor Ort ( ein „richtiges“ Schwimmbad und ein Schwimmbad mit zwei 50m-Becken, das in einer Messehalle aufgebaut wurde. Dort hat auch die WM der Profis stattgefunden) waren ok, obwohl die Geschlechtertrennung bei der Hallenbelegung ( Männer in einer Schwimmhalle, die Frauen in der anderen Halle ca. 25km, entfernt bei täglichem Wechsel) und damit auch die Teamtrennung war sicher keine ideale Lösung. Nicht ausreichende Trainingsmöglichkeiten und zu kleine Umkleidebereiche rundeten dann das Bild ab, dass Fukuoka nicht der ideale Austragungsort war. Die Freiwasserwettbewerbe waren bei fast 28 Grad Wassertemperatur bei deutlich über 30 Grad Lufttemperatur eine besondere Herausforderung, zum Glück gab es vor und nach dem Wettbewerb eine kalte Dusche per Gartenschlauch.

Aber letztendlich kommen alle auch zu diesen Veranstaltungen zusammen, um alte Bekannte wiederzusehen und neue Freundschaften zu schließen. Da spielen solche Umstände, die ja dann letztendlich auch alle Teilnehmer gleichermaßen treffen, eigentlich eine untergeordnete Rolle, auch wenn man sich natürlich immer optimale Gegebenheiten wünscht. Die Gastgeber gaben sich auf jeden Fall alle Mühe, die Veranstaltung für alle Teilnehmer zu einem schönen und erfolgreichen Ereignis zu machen. Ein wenig überraschend für mich war die große Anzahl der teilnehmenden Japanerinnen und Japaner (ca. 30% aller Teilnehmer) und auch das teilweise sehr hohe Niveau, auf dem sie geschwommen sind. Klar, wir sind in Japan, aber selbst in Gwangju gleich um die Ecke waren sie ja nicht so zahlreich vertreten, hier im Inland war es jetzt schon fast inflationär. Aber so bekommt „jeder“ mal die Möglichkeit, an dieser speziellen Veranstaltung teilzunehmen.

Gerade die 50m-Wettbewerbe waren sehr gut besucht, da gab es teilweise mehrere fast rein japanisch besetzte Läufe. Einschwimmen für 138 Freistilläufe der Männer war selbst mit zwei 50m-Pools nicht ganz einfach.

Bei mir hat es dann immerhin zu einem 7. Platz über 400m Freistil gereicht, dafür gab es ein schönes Diplom. Bis zum 10. Platz gab es Urkunden, leider habe ich den bei den 800m Freistil (11. Platz) um 0.09 Sekunden und bei den 200m Freistil ( 12. Platz) um 1.2 Sekunden verpasst. Trotzdem nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass man gerade bei den geburtenstarken Jahrgängen auch immer wieder gegen ehemalige Olympia- und Weltmeisterschaftsteilnehmer aus den 70er und 80er Jahren antritt. Auch die sind im Laufe der Jahre zwar langsamer geworden, sind aber immer noch schnell.

Heather hat 3 x den undankbaren 4. Platz sowie den 7. und 8. Platz belegt. Zum Glück waren ihre Zeiten sehr gut und der Abstand zu den 3. Plätzen so groß, dass der Ärger über die verpassten Medaillen schnell verflogen war.

Wettgemacht wurden alle diese Widrigkeiten jedoch durch eine weitgehend perfekte Organisation, einen guten Zeitplan und Gastgeber, die an Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft ihresgleichen suchen. Natürlich gab es vielfach eine Sprachbarriere, aber es waren immer mindestens 2-3 Helfer zur Stelle, mit deren Hilfe man dann auch irgendwie weiterkam. Es gab zwar zu wenige Veranstaltungs-Souvenirs und vielleicht zu wenige Essensstände, aber dafür kostenloses Wasser, Isodrinks und Trinkjoghurt für alle. Und die Servicekultur der Japaner hat zumindest in meinen Augen diese Minuspunkte mehr als ausgeglichen. Immer ein nettes Lächeln, ein freundliches „Ohayu gozaimasu“ (Guten Morgen) oder „Konnichiwa“ (Guten Tag), gefolgt von „Arigato“ (Vielen Dank) und „Sayonara“ (Auf Wiedersehen). Die Kultur ist faszinierend anders, und zumindest das ganze öffentliche Leben ist durchdacht und gut organisiert, überall wird „Service“ groß geschrieben. Da gibt es im „Kombini“ (so eine Mischung aus Kiosk und Tante-Emma-Laden) ungefragt eine kleine Serviette oder einen kleinen Loeffel zum gekauften Sandwich oder Eisbecher, der behandschuhte Taxifahrer kann automatisch die hintere Autotür öffnen, im Zug und auf öffentlichen Toiletten gibt es „Babyhalter“ (an die Wand geschraubte, klappbare Sitze für Kleinkinder), und im Shinkansen sind die Toilettensitze beheizt und klappen auf Knopfdruck hoch und runter, dazu die üblichen Spielereien wie Bidetfunktion mit Gebläse. Im Zug gibt es abschließbare Kofferfächer und für die Herren echte Urinale, und in der Metro bekomme ich angezeigt, in welchem Wagen ich sitze, in welche Richtung ich beim Ausstieg zu welchem Ausgang komme. Überall, wo ein Schild zur Erklärung hilfreich wäre, ist auch meistens eins.

Im Restaurant finden sich oft kleine Körbe zum Abstellen von mitgebrachten Taschen, selbst billigste gekaufte Waren werden oft liebevoll eingepackt, auf öffentlichen Toiletten gibt es „Privacy“-Tasten, die mit Wasserrauschen oder Musik die eigenen Geräusche beim Geschäft überlagern, und alles ist blitzeblank sauber und ohne Graffiti. Das japanischen Eßen ist Erlebnis und Herausforderung zugleich. Zwar erleichtern Google Translate und auch zum Teil englischsprachige Speisekarten das Bestellen, aber die Unterscheidung der verschiedenen Essensrichtungen und Gerichte– von Sushi über Ramen, Teriyaki, Udon, Soba, Tempura bis hin zu Daifukus und Mochis – und das Wiederfinden in den jeweiligen Restaurants, die dann auch oft auf nur eine oder wenige Zubereitungsformen spezialisiert sind, ist dann doch immer wieder eine Herausforderung. Viele Restaurants sind sehr klein und haben keine englischsprachige Beschilderung, und die Hausnummern in den jeweiligen Vierteln werden aufsteigend nach Baujahr des Hauses vergeben, so dass Adressen auch oft schwer zu finden sind. Generell ist für japanische Küche darauf ausgerichtet, möglichst wenige Gewürze zu verwenden und den Eigengeschmack der möglichst frischen Zutaten herauszustellen. Und da scheint es dann, dass alles Erdenkliche verwendet und kombiniert, was man auch nur ansatzweise essen kann. Vom bekannten und giftigen Kugelfisch (Fugu) und fermentierte Sojabohnen (Natto) über bis hin zu (im Laufe der letzten 20 Jahre) über 300 verschiedenen Kitkatschokoriegel-Geschmacksrichtungen und mit Schokolade überzogenen Kartoffelchips ist alles dabei. Es ist eigentlich nicht verwunderlich, dass man bei uns vor allem Sushi oder Teriyaki kennt, denn viele japanische Gerichte sind zumindest für meine Geschmacksnerven doch zumindest sehr gewöhnungsbedürftig. Aber zumindest Wasabi, Ingwer und Sojasauce sind allgegenwärtig, so kann immer nachgewürzt werden.

Die Wettbewerbe ließen aber dann doch zwei Tage übrig, um sich das Land ein wenig anzuschauen. Ein Besuch der Veranstaltung zum Gedenken an den Atombombenabwurf in Hiroshima war sehr bewegend, außerdem haben wir einen Ausflug in die alte Hauptstadt Kyoto gemacht (Shinkansen-Fahrtzeit für die 650km: 2:45). Zum Abschluss haben noch zwei Tage in Tokyo die 2-woechige Reise dann abgerundet.

Hier noch unsere Zeiten:

  • Heather
    800m Freistil 10:26,31, 4. Platz
    400m Freistil 5:03,48 – 4. Platz
    400m Lagen 5:58,41 – 7. Platz
    200m Schmetterling 2:46,70 – 4. Platz
    100m Schmetterling 1:16,03 – 8. Platz

 

  • Axel
    3km Freiwasser 48:57,00 – 15. Platz
    800m Freistil 11:02,67 – 11. Platz
    400m Freistil 5:20,71 – 7. Platz
    200m Freistil 2:33,59 – 12. Platz
    50m Freistil 0:32,74 – 52. Platz